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Die virtuelle Spritzgießmaschine: Wie Sie mit einer Software für Spritzgusssimulation Zeit und Geld sparen

Ein Beispiel: Die Automobilindustrie entwickelt sich extrem schnell vorwärts. Regelmäßig gibt es neue Automodelle, bessere Motoren oder ausgefeiltere Elektrotechniken. Gleichzeitig gibt es in etlichen Fahrzeugen auch Teile, wie beispielsweise Schalterelemente aus dem Cockpit, die über die Dauer vieler Jahre hinweg unverändert eingesetzt und demnach nur selten verändert oder optimiert werden. Nicht selten erwarten Fahrzeughersteller bei so langen Laufzeiten, dass der Preis der Bauteile sinkt. Um diesem Wunsch nachkommen zu können, muss der Produzent einen Weg finden, wie er die Herstellungskosten reduzieren kann, ohne dass die Teile an Qualität einbüßen.

Dabei handelt es sich um ein grundsätzliches Phänomen, das nicht nur bei Zulieferern der Automobilindustrie auftritt, sondern viele OEM’s im Laufe der Produktionszeit eines Bauteils betrifft. Ein möglicher Weg die Herstellungskosten zu optimieren – und so auf Dauer wettbewerbsfähig zu bleiben – ist die Simulation des Spritzgießprozesses.

​Kosten reduzieren mit Virtual Molding – mit diesen 5 Tipps klappt es garantiert

Effiziente und kostengünstige Prozesse sind für jedes Unternehmen äußerst wichtig – das gilt auch für die Spritzgießbranche. Hier bekommen Sie einige essenzielle Tipps, wie auch Sie Ihre Prozesskosten reduzieren können.

Wie diese funktioniert und warum sich mittels einer Simulation für Kunststoffspritzguss in der Produktion viel Zeit und Geld sparen lässt, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Teurer Trial-and-Error in der Produktion lässt sich vermeiden

Der leichteste Weg, Gewinne zu maximieren, ist die Kosten zu reduzieren. Beim Spritzgießen gelingt dies am direktesten, wenn Zykluszeiten minimiert werden: Personalkosten werden eingespart, die Maschine steht früher für neue Projekte zur Verfügung und auch Ressourcen werden geschont. Es gilt somit, versteckte Potentiale in laufenden Prozessen aufzudecken, ohne dabei die Produktion zu behindern. Um hier teure Versuche in der Produktion zu vermeiden, gibt es für die Spritzgießindustrie eine Lösung: die virtuelle Prozessoptimierung bzw. die Simulation für Kunststoffspritzguss.

Früher oder später ist jedes produzierende Unternehmen mit dem Thema seiner Wirtschaftlichkeit und der Optimierung seiner Produktionsprozesse konfrontiert. Denn läuft die Produktion eines Bauteils erst einmal, so erwartet der Kunde meistens eine Preisreduzierung. Für ein Unternehmen ist das schnell eine große Herausforderung, die sich verhindern lässt – mit einer Simulation für Kunststoffspritzguss. Denn worauf es ankommt, ist die Optimierung eines bereits gut laufenden, robusten Prozesses. Dafür muss genau die Stelle im Prozessfenster gefunden werden, die bei gleichbleibender Bauteilqualität die wenigsten Kosten produziert. Mit einer Simulation für Kunststoffspritzguss ist das ganz einfach möglich.

Keine Verschwendung von Ressourcen

Wurden zunächst Prozessparameter gefunden, mit denen ein Bauteil ohne nennenswerten Ausschuss produziert werden kann, und ist damit die Produktion erst einmal angelaufen, ist die Scheu vor Änderungen am Prozess groß. Der Zeitaufwand für die Versuche an der Maschine ist kaum kalkulierbar, Ressourcen werden verschwendet und die Produktion steht quasi still. Dies gilt es immer zu umgehen. Mit der Simulation im Kunststoffspritzguss kann dieser teure Trial-and-Error an der Maschine in der Produktion auf den Rechner im Büro verschoben werden.

Eine Simulation für Kunststoffspritzguss macht sichtbar, wie sich die Änderung eines einzigen Parameters maßgeblich auf alle Prozessphasen des Spritzgießens auswirken und die Produktionszeit des Bauteils verkürzen kann. Die Software arbeitet also wie eine virtuelle Spritzgießmaschine und reproduziert dabei ganz akkurat alle Effekte im Werkzeug. Sie ermöglicht einen tiefen Einblick am Computer in jede einzelne Phase des Spritzgießens. Unzählige Varianten in der Simulation können getestet werden, um so die optimalen Einstellungsparameter zu finden. Erst in einem nächsten Schritt werden diese dann auf das Werkzeug übertragen.

Simulation im Kunststoffspritzguss konsequent: Die virtuelle Spritzgießmaschine

Der klassische Simulationsansatz im Kunststoffspritzguss bezieht sich immer allein auf das Bauteil. Viele Effekte können jedoch nur mittels der Simulation vorhergesagt werden, wenn das Angusssystem und die Temperierung mitbetrachtet werden. Denkt man diesen Weg konsequent zu Ende, entsteht die virtuelle Spritzgießmaschine. So können nicht nur einfache Füllbilder simuliert, sondern der ganze Prozess virtuell mit abgebildet werden. Alle Prozesszeiten können aufgezeigt und ihr Einfluss untereinander sowie auf die Bauteilqualität dargestellt werden. Somit steht einer virtuellen Prozessoptimierung nichts mehr im Weg.

Zudem gibt eine Software zur Simulation für Kunststoffspritzguss pro Kombination genaueste Auskunft über Produktionszeit und -kosten – für mehr Effizienz in allen Bereichen. Der Einfluss jeder einzelnen Anpassung auf den Herstellungsprozess des Bauteils ist damit offensichtlich. Um ein optimales Gleichgewicht zu finden, braucht es verschiedene Testläufe. Und damit diese den laufenden Produktionsalltag nicht behindern, sollten sie in jedem Fall zunächst virtuell ausprobiert werden.

Vorteile der Prozessoptimierung mittels Simulation

Virtuelle Versuche lassen sich mittels geeigneter Simulation schnell und günstig durchführen, ohne dass Risiken für die laufende Produktion entstehen. Die virtuelle Spritzgießmaschine ermöglicht Ihnen verschiedene Szenarien zu evaluieren und den Einfluss aller Änderungen auf Ihre Produktionskosten direkt abzuleiten. Sie fahren somit in Ihrer Produktion nicht nur einen technisch stabilen Prozess, sondern auch den kosteneffizientesten. Die Simulation im Kunststoffspritzguss ist damit die Basis für einen schnellen und effizienten Entscheidungsprozess, der Ihr Unternehmen wirtschaftlich nach vorne bringt.